#1 Traktorstrahl von AidenMcNulty 24.10.2012 18:35

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Bisher kenn wir den Traktorstrahl nur vom Bildschirm, womöglich wird er irgendwann auch mal umgesetzt:

http://phys.org/news/2012-10-physics...bessel.html

#2 RE: Traktorstrahl von The Great Fuzzy 09.11.2012 11:04

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Wurde nicht sogar irgendwann mal "etwas" gebaemt?

#3 RE: Traktorstrahl von Carter 09.11.2012 11:25

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Jain. Beamen an sich ja, aber bisher eben nur als Quantenverschränkung, also sprich mikroskopischer Effekt. Und solange physikalisch die heisenbergsche Unschärferelation nicht umgangen werden kann, wird ein Beam makroskopischer Körper leide runmöglich bleiben.
Ist also wohl nicht ausgeschlossen, aber noch extreme Zukunftsmusik.

#4 RE: Traktorstrahl von Amajic 09.11.2012 11:46

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Und jetzt bitte einmal auf deutsch, elbisch, zwergisch, bielefelderisch und niederbayrisch...

Im Klartext: Ich habe absolut nichts verstanden, kannst du mir das alles noch mal erklären?

#5 RE: Traktorstrahl von River 09.11.2012 12:22

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Die "einfache" Fassung (hoffentlich). Man kann Atome an einem Ort verschwinden lassen und an einem anderen wieder erscheinen. Also beamen. Das Problem ist das man dafür viel Energie benötigt. Bei mehreren atomen haben wir das problem das diese ja genau so angeordnet wie sie verschwunden sind auch wieder erscheinen mussen. willst ja nicht das deine Nase plötzlich am Hintern ist. Lassen wir das mit Heisenberg mal weg und sagen einfach das du dafür eine extremhohe rechnerleistung brauchst.
Kurzum im kleinen möglich aber im großen mit unserem heutigen stand der Technik reine Phantasie.
Viele Grüße,
River / Benjamin

#6 RE: Traktorstrahl von Amajic 09.11.2012 12:32

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Danke. Das hab ich verstanden

Ich hätte es auch mit der komischen Erklärung von Carter verstanden, aber ich dachte, irgendjemand musste es einfach mal sagen, sonst würd der ganze Spaß verloren gehen

#7 RE: Traktorstrahl von Carter 09.11.2012 17:55

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Ups. Bitte entschuldige. Da is es mit mir durchgegangen fürchte ich

Also einfach ausgedrückt besagt die Heisenbergsche Unschärferelation, dass man niemals zwei der Grundeigenschaften eines subatomaren Teilchens gleichzeitig bestimmen kann. Jedes Elektron besitzt beispielsweise die gleiche Masse und die gleiche Ladung. Elektronen unterscheiden sich daher nur anhand von Ort und Impuls, die nicht gleichzeitig bestimmt werden können.
Quantenverschränkung besagt einfach ausgedrückt, dass subatomare (das ist der Knackpunkt an der Sache. Also keine ganzen Atome) Teilchen die über dieselben physikalischen Eigenschaften verfügen, durch Energie dazu angeregt werden können, sich gleich zu verhalten. Paradoxerweise gilt hier die klassische Physik nicht, da auf diese Art auch die Lichtgeschwindigkeit umgangen werden kann; aber eben nur dadurch, dass subatomare Teilchen in der Physik eben als massefrei gelten.
Anders gesagt kann man hier ein Photon anstoßen und absolut zeitgleich wird ein damit verschränktes Photon auf dem Mond, ohne äußere Einwirkungen, anfangen zu schwingen. Dabei gibt es aber diverse Probleme.
Zum Beispiel entstehen künstlich verschränkte Teilchen (bisher!) dadurch, das man größere Teilchen zertrümmert. Wenn ich also ein paar verschränkte Wasserstoff-Atome haben wollte, müsste ich dazu ein Helium-Molekül zertrümmern, wodurch zwei Wasserstoffatome entstehen, deren Spin verschränkt ist.
Ein Transporter würde also prinzipiell so funktionieren, dass er dich komplett scant und speichert. Dann müsste er eine Anzahl an Atomen erstellen und verschränken, die deiner exakt 2 x entspricht. Dann müsste der Transporterstrahl die eine Hälfte an den Ort abstrahlen, an den du willst, wobei jedoch alle Reaktionen unterdrückt werden müssen (zwei Wasserstoffatome würden beispielsweise sofort versuchen, ein Molekül zu bilden, wodurch sie aber nicht länger mit den zwei Atomen am Ausgangsort verschränkt wären), um die Verschränkung aufrecht zu erhalten. Dein Original müsste zerstört werden, dann eine "Sicherheitskopie" erstellt werden, damit die verschränkten Teilchen am Zielort dich nachbilden und dann müsste die Sicherheitskopie auch zerstört werden.
Da müsste man jetzt auch schon mal über die Physik hinausgehen und die Philosophie mit der Frage bemühen, ob das dann überhaupt noch du bist, finde ich.
Aber die Rechenleistung ist auch so ein Problem, wie River schon bemerkt hat. Mal ein paar Zahlenbeispiele für's Beamen, damit man mal ein Gefühl dafür bekommt.

Um die Eigenschaften eines Wasserstoff-Moleküls vollständig speichern könnte, benötigt man 1 KB.
Ein menschlicher Körper besteht schätzungsweise 70000 * 10²³ Atomen.
Dazu komt die benötigte Energie pro Teilchen. Um einen Menschen zu beamen, bräuchte man 10.000 mal mehr Energgie, als auf der Erde bis heute verbraucht wurde.

... und die beamen immer mehrere Leute

Prinzipiell arbeitet man aber gerade an Quantencomputern, deren Leistung die eines heutigen wie einen Abakus aussehen lässt und an Kristallen als Datenträgermedium, die enorme Mengen an Daten sicher aufheben können. Wenn dann noch eine adäquate Energiequelle nutzbar gemacht würde, wäre beamen durchaus irgendwann mal möglich. Antimaterie-Fusion erscheint da sogar echt realistisch.
Hoffe, dass das einigermaßen verständlich ausgedrückt war.

Ist überhaupt lustig, wieviel phyikalische Realität und Theorie in Star Trek steckt, wenn man den Stand der Technik in den 1960ern bedenkt und die Tatsache, dass Roddenberry Polizist und kein Physiker war. Da kann man nur echt den Hut ziehen.

#8 RE: Traktorstrahl von River 09.11.2012 19:06

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Ui,
Da hast du aber ganz tief in die Kiste gegriffen und vieles angesprochen. Ich bin kurz davor den Unterschied zwischen beamen und verschränken zu erklären abermals lass ich mal lieber. Wir können uns gerne mal im TS unterhalten. Am besten nehmen wir dannnoch Robert t norad mit dann können wir ne schöne diskussionsgruppe aufbauen.

Dann mal weiter so,
River / Benjamin

#9 RE: Traktorstrahl von Carter 14.11.2012 11:19

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Der Unterschied zwischen verschränken und dem beamen im Star Trek Sinne ist, dass der Transporter dich zerlegt und keine Moleküle an einem anderen Ort rekombiniert, während du bei Verschränkung aus Molekülen rekombiniert werden würdest, die am Zielort vorhanden sind.
Aber, wenn es mich bis auf die subatomare Ebene auseinanderreißt, wäre mir hinterher relativ egal, woraus ich wieder zusammengesetzt worden bin, oder nicht?

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